Über das Kärntner Barockorchester

Barockmusik macht einen großen Teil unserer Musikgeschichte aus, der in Kärnten nur selten zu hören ist. Das soll sich in Zukunft ändern!
Das Orchester geht aus dem Verein Kärnten Barock hervor und entstammt der Idee von drei Kärntner MusikerInnen, die den Wunsch und die Notwendigkeit verspürten, „ihre“ Musik auch in Kärnten hör- und sichtbar zu machen.


Ziel des Vorhabens ist es, einen Konzertzyklus für „Alte Musik“ entstehen zu lassen, und zwar im Herzen Klagenfurts - dem Konzerthaus - mit seinen schönen Sälen, z.B. dem Mozart Saal, welcher ideal für die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts ist.

Das Kernrepertoire des Orchesters bilden Werke des Hochbarock, welche im „Originalklang“ ertönen sollen. Dafür finden sich hochkarätige, international gefragte SpezialistInnen der Alten Musik zusammen, die allesamt aus Kärnten stammen oder hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben. Es ist ein grundlegendes Anliegen, die Talente, die Kärnten hervorgebracht hat, auch hier wieder auf die Bühne zu bringen.

Das Debutkonzert wird am Freitag, den 23. Oktober 2020 um 19:30 Uhr im Mozart Saal des Klagenfurter Konzerthauses stattfinden.

Die Solistinnen und Initiatorinnen

Elisabeth Baumer, Barockoboe, Blockflöte

Die gebürtige Klagenfurterin studierte Barockoboe bei Paolo Grazzi am Conservatorio F. E. dall’Abaco in Verona und bei Marie Wolf am Konservatorium der Stadt Wien, sowie Blockflöte mit Schwerpunkt Musiktheorie bei Rahel Stoellger an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Sie schloss sämtliche Diplomprüfungen mit Auszeichnung ab.


Ihre intensive künstlerische Aktivität manifestiert sich in ihrer langjährigen Mitgliedschaft bei zahlreichen internationalen Barockorchestern und Ensembles, wie z. B. der Accademia Bizantina, der Capella Leopoldina, dem Concerto Stella Matutina, Bach Consort Wien und Barucco und dem Bach-Kantaten-Zyklus im Wiener Konzerthaus. 

Weitere Kooperationen bestehen mit Barokkanerne Oslo, dem Concentus Musicus Wien (Nikolaus Harnoncourt/Stefan Gottfried), dem L’Orfeo Barockorchester und Bläserensemble (Michi Gaigg/Carin van Heerden), mit Les Musiciens du Louvre (Marc Minkowski), Divino Sospiro Lissabon und Il Pomo d’Oro.


Auftritte in den wichtigsten Konzertsälen in ganz Europa, Südamerika und Asien, sowie rund 50 CD-Einspielungen, u. a. mit Nikolaus Harnoncourt und Claudio Abbado. 


Mit dem von ihr gegründeten „Affinità Ensemble für Alte Musik“ konzentriert sie sich auf das Holzbläser-Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts und leitet eine eigene Kammermusik-Reihe in Wien-Josefstadt.
www.affinita.at

Sieglinde Größinger, Traversflöte

Die Salzburgerin studierte Konzertfach und IGP Querflöte und Traversflöte in Wien, Graz, Oslo, Amsterdam und Brüssel. Zu ihren Lehrern zählten Dieter Flury, Robert Wolf, Torkil Bye, Abbie de Quant und für die Traversflöte Barthold Kuijken, Frank Theuns und Marten Root. Diplome mit Auzeichnung. 

Sie spielt als Soloflötistin in führenden Originalklangorchestern wie dem Concentus Musicus Wien, dem L'Orfeo Barockorchester, Barucco Consort, Ensemble Prisma u.a.
Sie konzertierte außerdem mit Il Giardino Armonico, Armonia Atenea, Wiener Akademie, Bach Consort Wien, Salzburger Hofmusik, Münchner Hofkapelle,  Orchestra of the Age of Enlightenment London, Mozarteum Orchester Salzburg, Haydn Philharmonie, uvm.


Im September 2018 wurde sie mit dem Pasticcio Preis von Radio Ö1 für ihre CD mit Weltersteinspielungen der frühesten Wiener Flötenkonzerte aus der Zeit Maria Theresias mit dem eigenen Ensemble Klingekunst ausgezeichnet. 


Sie ist Mitglied des Kärntner ensembles minui und war langjähriges Mitglied des neue Musik Ensembles Platypus mit welchem sie unzählige Uraufführungen gespielt hat.


Auftritte bei namhaften Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Mozartwoche Salzburg, der Styriarte, Wien Modern, den Klangspuren Schwaz,  Trigonale, Osterklang Wien, Barocktage Stift Melk, u.v.m. sowie Tourneen in Europa, Mittel-, Südamerika und Asien.
www.sieglindegroessinger.at
www.klingekunst.at


Annemarie Podesser, Blockflöte, Traversflöte

Ihr musikalisches Leben begann, als sie die Blockflöte ihrer Schwester in die Hände bekam. Einige Jahre später studierte sie IGP/Blockflöte am Kärntner Landeskonservatorium, Konzertfach Blockflöte an der Züricher Hochschule der Künste, und Traversflöte in Lyon/Frankreich und an der MUK Wien. Alles Studien mit Auszeichnung.

Sie konzertiert als Solistin und Kammermusikerin mit verschiedenen Ensembles und Orchestern in ganz Europa und ist seit 2015 erste Flötistin des Barockorchesters Capella Leopoldina. Sie konzertierte ua. mit den Wiener Symphonikern, mit dem Orchester Camerata Athen, als Solistin in der Neuen Oper Athen, am Theater an der Wien, im königlichen Palast Stockholm, im Radio Kulturhaus Wien, beim Barockfestival St. Pölten, im Wiener Musikverein, dem internationalen Barockfestival Bodrum/Türkei, im Wiener Konzerthaus, uvm.
Radioaufnahmen und Cd Produktionen von Radio Ö1 und Filmmusikaufnahmen gehören ebenso zu Ihren Tätigkeiten wie die langjährige Lehrtätigkeit. 

Neben der Alten Musik beschäftigt sich Annemarie Podesser intensiv mit der Interpretation Zeitgenössischer Musik. Sie konnte bereits mehrere für sie komponierte Werke uraufführen. 

Seit 2018 ist sie Professorin für Blockflöte und Alte Musik an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik Klagenfurt.
www.diefloetenspielerin.at

Konzertmeister und Solist: 
Thomas Fheodoroff

Seit 2006 Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent; 25 Jahre Mitglied des von N. Harnoncourt gegründeten Concertus Musicus Wien; von 2000 bis 2010 Konzertmeister der Wiener Akademie, des Barockorchesters und der Hofkapelle Stuttgart; weiters Konzertmeistertätigkeit im Münchner Kammerorchester, der Camerata Salzburg und im Scottish Chamber Orchestra; Konzerte in Europa, Japan, USA und dem Nahen Osten; ständiger Juror des „Internationalen Nikolaus Fheodoroff Kompositionspreises“; weites Betätigungsfeld von der Beschäftigung mit „Alter Musik“ und deren Aufführungspraxis und historischen Quellen bis hin zu zeitgenössischer Musik; 2004 Gründung von „Prisma Wien – Ensemble für Musik“, das seit 2015 alle neun Sinfonien von Ludwig van Beethoven erarbeitet.

Die MusikerInnen

Thomas Fheodoroff, Christian Tachezi, Isida Pronjari, Zsuzsanna Bolimowski,
Barbara Hofer, Hanne Eisenhut, Bianca Muggleton, Linnea Hurttia,
Annemarie Haring - Barockvioline
Martin Mimura, Nicole Brugger - Barockviola
Robert Rasch, Miramis Mattitsch - Barockcello
Andrea Gehring - Kontrabass
Sonja Leipold - Cembalo

Sieglinde Größinger - Traversflöte
Annemarie Podesser - Blockflöte und Traversflöte
Elisabeth Baumer - Barockoboe und Blockflöte
Sabine Mildner - Barockoboe
Clemens Böhm - Barockfagott